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Freitag, 14. September 2012

Bunderchrinde

So früh wie möglich, nicht weil es uns nicht gefallen hätte im "Des Alpes" ,
sondern weil der Berg ruft, und zwar mächtig und laut.


 
Eine Tagestour von 7h30 min. steht uns bevor mit 1430 m Höhendifferenz nach oben und 1260 nach unten. Entlang der Kander können wir uns entspannt einlaufen.




               


Nach einigem Höhengewinn, steigt der Weg durch die wilde Schlucht des Alpbachs an.

Den Weg zum Aufstieg kann ich wegen dem Schnee nur gefühlsmässig ausmachen.



Der Oschinensee, zusammen mit Blüemlisalp, Fründenhorn und Doldenhorn glänzen nun ganz in weiss in der Ferne.



Beim Lohner lösen sich immer Mal wieder Steine und ich hoffe die Gemskolonie so ausmachen zu können. Die sind aber nirgends zu sehen.


 
 Bei der Lücke ist der Übergang
 
 
 
 

Der Felsturm beim Passübergang Bunderchrinde auf 
2385 m gleicht einem von Menschen aufgeschichteten Steinmann.

















Die Aussicht auf die eine




und jene auf der anderen Seite lassen still werden.


Zwei einheimische Wanderinnen geniessen das Panorama ebenso.
Sobald ich aus dem Staunen heraus gekommen bin geht es schön vorsichtig im Schnee hinunter.



Im Bonderstübli trinke ich einen Kaffee und muss sehr gut hinhören um den Jäger zu verstehen.
Bei herrlichem Sonnenschein nehmen wir den Ab- und dann nochmals einen Aufstieg nach Adelboden unter die Füsse.


 

Donnerstag, 13. September 2012

Kandersteg

Langsam lichten sich die Wolken und ich seh den Schnee auf den Bergen. Ein bitterkalter Wind weht schon noch.





Beim Versuch einen feinen Knochen und eine Dauerwurst zu erstehen, erfahre ich vom Metzger, dass mal der Pfarrer an einem Sonntag bei ihm angerufen habe. Dann wolle er gewöhnlich etwas von ihm. Er spiele noch hobbymässig Orgel in der Kirche. Ein Pilgerer sei gekommen, habe bei ihm übernachten wollen, habe ständig den Rosenkranz gebetet. Er habe im dann einen Znacht spendiert, das Hotel bezahlt und eine Fünfzigernote gegeben. Der Pilgerer mache das, weil er seinen Sohn vom Krebs retten wolle. Die Katholiken vom Dorf täten den Papst nicht so ernst nehmen und er versuche auch einfach gut zu den Leuten zu sein. Schlussendlich schenkt er mir noch einen handgemachten Servelat (mit Luftblase) für den Hund. Hier komme halt alles ausgebeinelt, wegen den EU -Vorschriften, nur die Därme, die kaufe man von Weissgottwoher.


Ich freu mich schon jetzt morgen irgendwo in der Höhe auf einem "Wiesli" die Wurst zu picknicken.

Es gibt niemanden, der nicht isst und trinkt,
aber nur wenige die den Geschmack zu schätzen wissen.
                                                                                             Kung Futse (551-479 v. Chr.)


 
 
 

Mittwoch, 12. September 2012

Öschinensee

 Webcam



Massenlager :

Doch es kam schlimmer - Ich wurde den Gedanken nicht los, auf  Deck einer Fähre zu liegen. Mit dem Unterschied, dass es nicht nach Diesel roch und ich mich anderntags nicht auf einer schönen Griechischen Insel bei Sangria wiederfinde, sondern am Regen überströmten, nebelverhangenen Öschinensee. Das gesammte öschinenseesche Notstromaggregat musste sich unter unsern Betten befinden...

Als Pünktchen auf den i begann der nebenan in der Früh wie wild zu schnaufen, war das der Zucker oderwas? Gut habe ich einen grossen, schwarzen Hund mit mörderischen Gebiss dabei, wohlverstanden, "die tut nix", aber gebellt hat sie. Ich schlaf dann trotzdem nochmals ein.
Das feine, frische Brot entschädigt für den Lärm ein wenig, bis die alten, stinkenden Fischer mit einem BMI von mindestens 35 kommen: Kehliges Gelächter und anzügliche Sprüche über die Serviertochter, wenn sie weg ist. Noch kehligeres Gelächter mit fast würfelartigem Auswurf.
Petri heil zu wünschen erübrigt sich, die bleiben sitzen.



Wir begeben uns in den strömenden Regen und wandern entlang dem braunen, polternden Öschinenbach nach Kandersteg. Dort finde ich, aufgrund einer geschickt gestellten Frage auf der Blüemlisalp, das Hotel, das keine meiner Wünsche offen lässt und eine Reise nach Hause hinfällig macht.
Die Belegschaft spricht Österreichisch, denen muss man eben nicht mit teuren Kursen Gastfreundschaft beibringen. Und das erst noch mit einem nassen (schon mal gerochen?) Hund.
2000 m Höhendifferenz hätten mir zur Zeit vermutlich weniger zu schaffen gemacht, als hier wegen Regen und Schnee fest zu sitzen.
Und dann tat ich, wass ich in solchen Fällen immer zu tun pflege: Ich warf mich in ein überhitztes Vollbad.