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Mittwoch, 12. September 2012

Öschinensee

 Webcam



Massenlager :

Doch es kam schlimmer - Ich wurde den Gedanken nicht los, auf  Deck einer Fähre zu liegen. Mit dem Unterschied, dass es nicht nach Diesel roch und ich mich anderntags nicht auf einer schönen Griechischen Insel bei Sangria wiederfinde, sondern am Regen überströmten, nebelverhangenen Öschinensee. Das gesammte öschinenseesche Notstromaggregat musste sich unter unsern Betten befinden...

Als Pünktchen auf den i begann der nebenan in der Früh wie wild zu schnaufen, war das der Zucker oderwas? Gut habe ich einen grossen, schwarzen Hund mit mörderischen Gebiss dabei, wohlverstanden, "die tut nix", aber gebellt hat sie. Ich schlaf dann trotzdem nochmals ein.
Das feine, frische Brot entschädigt für den Lärm ein wenig, bis die alten, stinkenden Fischer mit einem BMI von mindestens 35 kommen: Kehliges Gelächter und anzügliche Sprüche über die Serviertochter, wenn sie weg ist. Noch kehligeres Gelächter mit fast würfelartigem Auswurf.
Petri heil zu wünschen erübrigt sich, die bleiben sitzen.



Wir begeben uns in den strömenden Regen und wandern entlang dem braunen, polternden Öschinenbach nach Kandersteg. Dort finde ich, aufgrund einer geschickt gestellten Frage auf der Blüemlisalp, das Hotel, das keine meiner Wünsche offen lässt und eine Reise nach Hause hinfällig macht.
Die Belegschaft spricht Österreichisch, denen muss man eben nicht mit teuren Kursen Gastfreundschaft beibringen. Und das erst noch mit einem nassen (schon mal gerochen?) Hund.
2000 m Höhendifferenz hätten mir zur Zeit vermutlich weniger zu schaffen gemacht, als hier wegen Regen und Schnee fest zu sitzen.
Und dann tat ich, wass ich in solchen Fällen immer zu tun pflege: Ich warf mich in ein überhitztes Vollbad.

Dienstag, 11. September 2012

Blüemlisalp



 

Im Naturfreundehaus auf der Griesalp ists hübsch und das Inventar klein-kariert. Unsere Heidi hätte ihre helle Freude daran. Das Wetter wird sich ändern und deshalb haben wir eine tüchtige Tour vor:
auf die Blüemlisalp und dann nach Kandersteg.


 

Lustige Alpacas schauen uns ganz neugierig unter dem bekannten Golderli nach.

Im Wald stehen Tafeln der Sagen vom Bärenpfad.
Stetig gehen wir wieder oppsi, was wir gestern auf der gegenüberliegenden Talseite nizzi gegangen sind. So ist die Via Alpina!


 
 
Langsam weicht das Grasland den Geröllhalden.














 

Bis der Steinschlag gröber wird und man mittels Tafeln aufgefordert wird, zügig weiter zu gehen.
 

Schon nähern wir den ersten Schneefeldern.


 
 

Die letzten Höhenmeter nach dem Hohtürli, machen wir ganz langsam, sind mitunter fast 400 Treppenstufen zu bewältigen.


 

Entlohnt wird man aber einmal mehr mit einer prächtigen Aussicht auf zwei Seiten. Und da ist die Hütte auf fast 3000 m zu sehen.



Die Berge um die Blüemlisalphütte: Wilde Frau, weisse Frau und Jungfrau. Hier trifft man die Gletscheralpinisten.


 

Nach einer Pause bei wärmender und kräftigender Suppe gehts steil nach unten.


 

Der Blick zur linken Gletscherseite ist atemberaubend. Wir können Zuschauer und Zuhöhrer werden von einem Schnee- und Felssturz beim Gletscher.




Sobald die Grasfelder wieder zu sehen sind, sieht man auch schon den wunderschönen Öschinensee.

 
Leider beginnt nun ein heftiges Gewitter.

 Unten am See angelangt, stehen Skulpturen.

Ich cheque mich im Massenlager ein, weil ich plötzlich gar keine Lust mehr habe, so noch eine weitere Stunde, bis nach Kandersteg zu laufen und dort nach 6 Uhr noch eine Unterkunft zu suchen. Das Essen ist fein, das Massenlager zügig  und kalt. Mit mir übernachtet noch ein Paar aus Berlin. Sie entdeckt angrenzend noch ein Massenlager, welches schön geheizt ist und vermutlich von einem Fischer belegt ist. Wir erlauben uns, die nassen Schuhe und Kleider dort auf zu hängen.
In der Hoffnung er schnarche nicht, legen wir uns hin.