Freitag, 30. August 2019

Prato - Rifugio Fiorasca


Früh am morgen bestaunen wir den Pranger am Justizgebäude in Prato.


Glücklich da einfach freiwillig hinein stehen zu können!




Am grosszügigen Brunnen können wir die Wasservorräte auffüllen für den langen Aufstieg.

Kaffeepause gibt es dann auf der Alp unter Corte Grande , wo 400 feine Ziegen-Kuhmilch-Käselaibe bearbeitet werden und auch wir ein Stück davon mitnehmen.



Noch ist der Übergang nicht ersichtlich, doch wir kommen dem Ziel mit jedem Schritt näher.


Letzte Rast vor der letzten Etappe.

Viele Stufen führten zuletzt zum Übergang, der früher für das Vie genutzt wurde. Natürlich verpassen wir es nicht, uns im "Gipfelbuch" zu verewigen.



wohlverdiente Rundumsicht


Glücklicherweise treffen wir nach der ersten Stunde auf das Refugio Fiorasca, mit offener Türe und allem was das Herz begehrt. Das plätschern des Brunnens, die wärmende Sonne, die wohlplazierten Bänklein und die Infrastruktur der Hütte machen den Abend auf 2087 m.ü.M. einfach perfekt!!!




Wir sammeln Salat und Tee und kochen uns feine Spaghettis auf dem Holzherd, die mit einem Tessiner Vino rosso genossen werden.

Donnerstag, 29. August 2019

Sonogno - Prato


Was gibt es schöneres als unerwarteter Weise freie Tage zu haben und Berge die rufen!?

 


So kam es, dass Therese, Gina, Hailey und ich nach Brione ins schmale, wildromantische Verzascatal reisten und uns nach Sonogno einliefen.


Nach der Übernachtung im Hotel Alpina bei der sympathischen Gastwirtin brachen wir zeitig auf und ging es auch schon schnell in die Höhe.











Im ersten Weiler staunten wir über das hübsche Kirchlein. Unglaublich, wie in dieser Höhe der Weiler das ganze Jahr bewohnt werden konnte! Wir stellen uns den Winter hier endlos lange, düster und einsam vor. 


Nach unserer Mittagsstärkung ging es dann steil hinauf auf 2159 m. ü. M zum Forcella di Redòrta. Gewaltiges Panorama entschädigte uns für die Mühen!








Auf dem Gipfel war auch ein weiteres Wanderpaar (das einzige des Tages) am Geniessen.
Sie waren bereits 14 Tage auf der Via Alpina am Wandern und schon vor Jahren in Monaco begonnen diese Alpenkette auf dem roten Weg zu durchwandern.


 
 
 



Unterwegs, beim hinunter wandern, stärkte sich Hailey mit einigen Knochen die sie fand und auch wir waren jeweils froh um frisches Wasser. Im Dorf Prato angelangt, wurden wir schon erwartet und begrüsst mit: «Vous ètes arrive!»
Voller Freude über die prästierte Leistung und die vielen Eindrücke dieser erhabenen Berglandschaft genossen wir die feine Polenta auf der Terrasse im Lavizzara.   

Sonntag, 8. Oktober 2017

Efra - Sonogno



Heute stellen wir uns auf eine gemütliche Talwanderung nach Sonogno ein. Kurz unter der Hütte treffen wir auf den wunderschönen Bergsee Efra.




Biwakieren wäre auf der Alp Efra auch ganz gut möglich gewesen.


Es  gibt unzählige traumhafte, wild-romantische Badeplätze entlang dem Weg. Nur ist heute die starke Bise nicht gerade dazu verleitend.

In Frasco angelangt, erleben wir wieder Zivilisation und was es heisst auf ebnen Boden zu laufen.

adieu liebe Berge

Und in Sonogno empfängt uns auch schon wieder Jubeltrubel...

Val d'Ambra - Efra




Wir verabschieden uns von Markus und sind gespannt auf den Aufstieg zum
Passo del Gagnone.
"Hüttenwart" und  aktiv im Dienst


Über die schöne und verhältnismässig mächtige Bücke gelangen wir nach kurzer Zeit auf die Höhe des nächsten, etwas moderneren Rifugio Stefan.




Entlang wunderschönen Wasserfällen, verlassenen, eingefallenen Rusticos und farbenprächtigen Hainen steigen wir kontinuierlich.


Dementsprechend wird die Aussicht je länger je gewaltiger. 

Passo del Gagnone 2217 m.ü.M.
JeahÜberwältigendes Panorama! Wir haben es geschafft!

Ein Helikopter kreist herum, er beliefert gerade die Hütte mit Wein und der Pulizia (Putzequipe).

Nur noch 200 Meter weiter unten erwartet uns das Capanna d'Efra. Eine super eingerichtete und gemütliche Hütte. 
Blick auf die Walliser Alpen auf der anderen Seite


Zu unserer Überraschung stösst Patrick mit seinem Carbon-Alphorn zu uns und lässt seinen Schall den Bergwänden entlang echoen


Gewaltiges Abendrot


Samstag, 7. Oktober 2017

Biasca - Rifugio Monte di Dentro

Im Osten ziehen graue Wolken auf und so zieht es Anita, Hailey und mich wieder ein Mal mehr in diese gigantische Bergwelt. Diesmal, um den Hund zu schonen, trage ich das ganze Futter. Auf Liegedecke und elektronisches Equipement wird in Anbetracht der tüchtigen Tessiner Auf- und Abstiege verzichtet.
Nichtsdestotrotz starten wir bei gigantischen Wetterverhältnissen früh in Altstätten und reisen per Bahn nach Bellinzona.
Nicht nur wir waren early birds, es schien als hätten alle Pensionisten Fernweh bekommen,
Den Gotthardtunnel erlebten wir deshalb im Zwischengang auf der Treppe zwischen vielen Leuten, was zu ganz netten Gesprächen führte.


Diese Strecke 87 der roten Via Alpina bereitet uns jedoch wegen der Länge etwas Sorgen. In Bellinzona werden wir auf dem Tourist Office fündig, wie wir diese Strecke etapieren können. Doch zuerst müssen wir uns verproviantieren, denn die kommenden Hütten sind allesamt unbewirtet.

die Degustation musste genügen...














Schliesslich wandern wir gemütlich von Bodio zum Rifugio Monte di Dentro. Auf dem einsamen Weg entlang steilem Gelände, unterbrochen von Bächen und verfallenen Rustico's, können wir viele Marronis sammeln.


"Val d'Ambra-mal gamba" hielt sich sehr in Grenzen
Kaum haben wir die Hütte betreten, überrascht uns Markus, der sich den Tag mit dem Aufstieg zum Passo del Gagnone und Pilze sammeln um die Ohren geschlagen hat. Sein Degustationsmenu war dann auch exzellent und seine Erfahrungsberichte bereicherten den ruhigen Abend.
Nur Luigi war nicht mehr...