Donnerstag, 29. August 2019

Sonogno - Prato


Was gibt es schöneres als unerwarteter Weise freie Tage zu haben und Berge die rufen!?

 


So kam es, dass Therese, Gina, Hailey und ich nach Brione ins schmale, wildromantische Verzascatal reisten und uns nach Sonogno einliefen.


Nach der Übernachtung im Hotel Alpina bei der sympathischen Gastwirtin brachen wir zeitig auf und ging es auch schon schnell in die Höhe.











Im ersten Weiler staunten wir über das hübsche Kirchlein. Unglaublich, wie in dieser Höhe der Weiler das ganze Jahr bewohnt werden konnte! Wir stellen uns den Winter hier endlos lange, düster und einsam vor. 


Nach unserer Mittagsstärkung ging es dann steil hinauf auf 2159 m. ü. M zum Forcella di Redòrta. Gewaltiges Panorama entschädigte uns für die Mühen!








Auf dem Gipfel war auch ein weiteres Wanderpaar (das einzige des Tages) am Geniessen.
Sie waren bereits 14 Tage auf der Via Alpina am Wandern und schon vor Jahren in Monaco begonnen diese Alpenkette auf dem roten Weg zu durchwandern.


 
 
 



Unterwegs, beim hinunter wandern, stärkte sich Hailey mit einigen Knochen die sie fand und auch wir waren jeweils froh um frisches Wasser. Im Dorf Prato angelangt, wurden wir schon erwartet und begrüsst mit: «Vous ètes arrive!»
Voller Freude über die prästierte Leistung und die vielen Eindrücke dieser erhabenen Berglandschaft genossen wir die feine Polenta auf der Terrasse im Lavizzara.   

Sonntag, 8. Oktober 2017

Efra - Sonogno



Heute stellen wir uns auf eine gemütliche Talwanderung nach Sonogno ein. Kurz unter der Hütte treffen wir auf den wunderschönen Bergsee Efra.




Biwakieren wäre auf der Alp Efra auch ganz gut möglich gewesen.


Es  gibt unzählige traumhafte, wild-romantische Badeplätze entlang dem Weg. Nur ist heute die starke Bise nicht gerade dazu verleitend.

In Frasco angelangt, erleben wir wieder Zivilisation und was es heisst auf ebnen Boden zu laufen.

adieu liebe Berge

Und in Sonogno empfängt uns auch schon wieder Jubeltrubel...

Val d'Ambra - Efra




Wir verabschieden uns von Markus und sind gespannt auf den Aufstieg zum
Passo del Gagnone.
"Hüttenwart" und  aktiv im Dienst


Über die schöne und verhältnismässig mächtige Bücke gelangen wir nach kurzer Zeit auf die Höhe des nächsten, etwas moderneren Rifugio Stefan.




Entlang wunderschönen Wasserfällen, verlassenen, eingefallenen Rusticos und farbenprächtigen Hainen steigen wir kontinuierlich.


Dementsprechend wird die Aussicht je länger je gewaltiger. 

Passo del Gagnone 2217 m.ü.M.
JeahÜberwältigendes Panorama! Wir haben es geschafft!

Ein Helikopter kreist herum, er beliefert gerade die Hütte mit Wein und der Pulizia (Putzequipe).

Nur noch 200 Meter weiter unten erwartet uns das Capanna d'Efra. Eine super eingerichtete und gemütliche Hütte. 
Blick auf die Walliser Alpen auf der anderen Seite


Zu unserer Überraschung stösst Patrick mit seinem Carbon-Alphorn zu uns und lässt seinen Schall den Bergwänden entlang echoen


Gewaltiges Abendrot


Samstag, 7. Oktober 2017

Biasca - Rifugio Monte di Dentro

Im Osten ziehen graue Wolken auf und so zieht es Anita, Hailey und mich wieder ein Mal mehr in diese gigantische Bergwelt. Diesmal, um den Hund zu schonen, trage ich das ganze Futter. Auf Liegedecke und elektronisches Equipement wird in Anbetracht der tüchtigen Tessiner Auf- und Abstiege verzichtet.
Nichtsdestotrotz starten wir bei gigantischen Wetterverhältnissen früh in Altstätten und reisen per Bahn nach Bellinzona.
Nicht nur wir waren early birds, es schien als hätten alle Pensionisten Fernweh bekommen,
Den Gotthardtunnel erlebten wir deshalb im Zwischengang auf der Treppe zwischen vielen Leuten, was zu ganz netten Gesprächen führte.


Diese Strecke 87 der roten Via Alpina bereitet uns jedoch wegen der Länge etwas Sorgen. In Bellinzona werden wir auf dem Tourist Office fündig, wie wir diese Strecke etapieren können. Doch zuerst müssen wir uns verproviantieren, denn die kommenden Hütten sind allesamt unbewirtet.

die Degustation musste genügen...














Schliesslich wandern wir gemütlich von Bodio zum Rifugio Monte di Dentro. Auf dem einsamen Weg entlang steilem Gelände, unterbrochen von Bächen und verfallenen Rustico's, können wir viele Marronis sammeln.


"Val d'Ambra-mal gamba" hielt sich sehr in Grenzen
Kaum haben wir die Hütte betreten, überrascht uns Markus, der sich den Tag mit dem Aufstieg zum Passo del Gagnone und Pilze sammeln um die Ohren geschlagen hat. Sein Degustationsmenu war dann auch exzellent und seine Erfahrungsberichte bereicherten den ruhigen Abend.
Nur Luigi war nicht mehr...

Samstag, 15. Juli 2017

Capanne Alpe Cava - Biasca

Zuversichtlich verlassen wir die Cabanna Cava am nahen See.
Der Weg führt vorbei am beeindruckenden Forcarella di Lago 2236 m.ü.M.

Dann nach 2 Stunden Wanderzeit rasten wir bei einer schönen unbewirteten Hütte, die uns auch sehr zugesagt hätte, wenn unsere Beine uns noch getragen hätten.



Von dort ging es nach Biasca.Die fast 2000 Meter Abstieg auf rund 10 km gingen dann auch arg in die Knie. Leider waren auch hier die Zeitangaben stark untertrieben, denn wir benötigten beinahe die Doppelte Zeit. So wurde der Entscheid, die Tour hiermit bei der schönen Peterskirche  (Santi Pietro e Paolo) zu beenden für uns auch sehr klar.
Kirche St.Peter und Paul in Biasca

Zufrieden und stolz über so viele Erlebnisse und auch etliche Muskeln reicher durften wir die Reise mit einer fantastischen Fahrt beenden.

Freitag, 14. Juli 2017

Überwältigendes Panorama

Das wunderschöne Dörfchen Landarenca verlassen wir ganz früh, weil die heutige Etappe grösseres verspricht. In Piöv di Fuori spazieren die Hühner und ein Hase vergnügt auf der Alp herum. Wir bekommen dort sehr feinen Käse zum probieren.

Inspiriert vom sympathischen Paar geht es dann bergauf zum Pass Pianca Geneura. Unterwegs längs der Steinwüste sind wir beeindruckt von den vielen Blumen. Selbst Edelweiss bekommen wir zu Gesicht!
        

Der Übergang war sehr beeindruckend. Nach einem kleinen Abstieg brauen wir uns im Windschatten einen Kaffee zur Stärkung für was noch kommen sollte... Der Passo Mauro, erneut auf 2300 M. ü. M. war schlicht und ergreifend überwältigend.



Starker Wind begleitete uns über die nicht enden wollende Steinwüste bis zur Capanna Alpe Cava. Die einladende Hängematte war dann auch nicht lange leer, waren wir doch am Ende unserer Kräfte.


Spacedrum-Musik und ein feines Stew weckte unsere Lebensgeister wieder.
Nur mit der Nachtruhe ging es nicht ganz flott.