Donnerstag, 13. Juli 2017

Via Alpina ohne Hund

Auf der Terrasse bei Lucy schlief es sich wunderbar. Von ihrem feinen Kaffee verwöhnt genossen wir Porridge und wanderten gestärkt wieder los. Doch dann kam die Überraschung, mit der niemand gerechnet hatte.

Hailey, der Hund dieses Blogs, hinkte. und legte sich bei der erst besten Gelegenheit unter einen schattigen Baum, Sollte das Unterfangen hier enden?

Diverse Lösungen wurden durchdacht. Ich beschloss mit dem Hund heim zu kehren, da wir keine Lust auf eine Bergrettung hatten. Wartend auf das Postauto erreicht uns Karl's Mitteilung, dass er ihn abholen komme. Juhui, die Tour kann weitergehen!


Um den verlorenen Tag auf zu holen, lassen wir uns mit der Seilbahn nach Landarenca bringen, wo wir sehr positiv überrascht werden im alten Schulhaus.

Was für ein happy end dieses Tages...



Mittwoch, 12. Juli 2017

Härtetest ultimativ

Isola-Pian san Giaccomo
Dank mobilen GPS-Tracks, zahlreichen Steinmännchen fanden wir die Passhöhe des Baldiscio. Höhepunkt war zum Einen das herrliche Panorama und zum Andern die schwimmende Seeüberquerung des Lago di Piccolo auf 2300 m.ü.M.!

Vor der Schweizer Grenze begegnen wir einer wunderschönen Pferdeherde die wiederum vor Neugier strotzen.

Der Abstieg forderte seinen Tribut. Es war schon schwer die richtige Seite zu erwischen, aber auch der Richtige erwies sich nicht in der Schwierigkeitsstufe T2 sondern T4. Unterwegs begleitete uns eine riesige Herde Schafe und auch einzelne säumten den Pfad die nicht mehr blökten oder hinkten...


Der darauf folgende Wald wollte nicht mehr enden. Schliesslich kamen wir entsetzlich müde um 20 Uhr in Pian San Giaccomo unserem Etappenziel an.

Doch leider gab es da weder zu Essen noch ein wohliges Bett. Wir entschlossen uns, mit dem Postauto, in Mesocco unser Glück zu versuchen. Da auch dort alles geschlossen oder ausgebucht war, versuchten wir unsere Stimmung zu heben mit einer Pizza. Auf dem Weg zum Wald wurden wir, in der Dunkelheit, von einem Paar in ihrem Auto angesprochen und spontan zu sich eingeladen.
Das war unsere Rettung!

Dienstag, 11. Juli 2017

Nach dem Regen kommt die Sonne




Bei besten Wetterverhältnissen starten wir in die mächtige Bergwelt. Schöne Wege führen zum Stausee Monte Spluga.


Von dort wandern wir über einen Maultierpfad nach Mottaletta.


Im herrlichen Bergbach erfrischen wir uns von unserm schweisstreibenden Hobby.

Just bevor es zu regnen beginnt erreichen wir müde und sehr zufrieden darüber das Albergo Mangusta in Isola und freuen uns auf das Nachtessen.




Montag, 10. Juli 2017

Zurück zum Start



Innerferrera - Rifugio Bertacchi.

Der Wegweiser zum Parkplatz schien uns wenig verlockend und so schlugen wir den Wanderweg ein. Das erwies sich als ein fataler Fehler, waren wir doch ins falsche Tal gewandert!?



So kam es, dass wir uns drei Stunden später wieder auf dem Dorfplatz Innerferrera einfanden, diesmal gut eingelaufen...
Im Bergbaumuseum und bei einer Tasse selbst gebrautem Tee konnten wir unsere Kräfte für den richtigen Weg wieder sammeln.


Ein grosser Aufsteller war bei unserer ersten Rast drei wunderschöne, neugierige und zutrauliche Pferde. Obwohl wir ein Team zum Pferde stehlen sind, haben wir es, den Tieren zuliebe, trotzdem nicht gemacht.


Danach wurde es echt hart. der Regen begann zu nieseln und nicht lange später kämpften wir uns bergauf wie abgeduschte Hunde. Dampfend erreichten wir bei Donnergrollen das Rifugio Betracchi auf 2163 M.ü.Meer.





Der Esel für den Lebensmittelnachschub der
Hütte trifft etwas nach uns ein aus Isola.







Zum Glück brannte drinnen ein Feuer und konnten wir unsere nassen Sachen auf der Leine "Napoli-Style" entledigen. Herrlich gestärkt wurden wir durch eine deftige Suppe, Schnitzel, Polenta und gegrillten Auberginen, und ein Nusskuchen rundete den verdienten Schmaus ab.

Donnerstag, 14. Juli 2016

Poschiavo San Romerio


Unten See oben Schnee

Nach einem feinen puschlaver Frühstück verabschieden wir Brigitte auf dem Bahnhof.Sie wird am Berninapass mit viel Schnee empfangen..

Unser lange Aufstieg auf der R 76

verläuft nach kurzer Strasse auf wunderbar weichen Waldpfaden.
Zwischendurch werden wir belohnt mit einer sagenhaften Aussicht auf verschneite Berge und den Lago di Poschiavo.
Nicht immer fanden sich solch eindeutige Wegmarkierungen...
Nach anstrengenden vier Stunden erreichen wir die wunderschöne Kapelle San Romerino auf 1793 m.ü.M.

Sie ist eine der älteste Kirchen in Puschlav und wird in alten Schriften bereits 1055 erwähnt. Da sie am Rande einer Felswand steht, die 100 m senkrecht abfällt, ist verständlich, dass darum gebangt wird, rutscht die Erde doch auch dort in letzter Zeit an einigen Stellen ab




Auf der Terrasse des Restaurants wird man freundlich empfangen, das Personal ist innovativ und das Inventar sehr authentisch. Es gibt verschiedenste Spezialitäten zu verkosten, doch uns plagt nur der Durst.


Während dem wiederum sehr langen Abstieg gibt es viele Blumen und Schmetterlinge zu bewundern.



In Miralago ist es dann zu windig, um draussen zu übernachten, und reisen wir kurzentschlossen in unser Basecamp nach Posciavo zurück.

Hier empfängt uns Frau Battilana herzlichst und wir kochen uns die lange mitgetragene Suppe mit feinem poschiaver Ringbrot. Den Rucksack hätten wir heute somit wohl zu Hause lassen können, doch er ist uns schon fast wie angewachsen!?!


Es war eine coole Woche, mit vielen wunderbaren Bildern, tollen Freundschaften und ausgepowerten Beinen…

Mittwoch, 13. Juli 2016

Alp Prabello – Posciavo


Den anfänglich fantastischen Tag beginnen wir mit einer Kirchenbesichtigung.
Idyllische altertümliche Alp
Auch das Frühstück muss
erarbeitet werden...

Wasserrad mit Butterfass



Darauf folgte der Aufstieg an schönen Seen vorbei zum Passo di camagneda.





Auf dem Passo di canciano überqueren wir wieder die Grenze in die Schweiz. Nebelschwaden und Regen begleitet uns auf dem Abstieg bis zum Mittagshalt in Quadrada 600 Höhenmeter tiefer. Sehr froh sind wir um alle Bezeichnungen, befestigten Wege und jegliche Anhaltspunkte.

Nach kurzer Pause geraten wir wiederum in den Regen und finden kurz vor Le Prese einen Unterstand in einer Holzgarage.
Die Bäche schwellen kontinuierlich an!?


In Posciavo angelangt, verlassen uns Barbara und Annette auf dem Bahnhof.

Die Auskunft auf dem Touristinformation empfiehlt uns, das Casa Surca der Pro Vita Comuna.

Da das Lagerhaus noch gereinigt werden muss, wollten wir am Dorfplatz eine Puschlaver Spezialität geniessen... Doch uns wurde stattdessen ein drei mal so teures Degustationsmenu aufgetischt und bei der Rechnung auf ahnungslos  gemacht.
Ristorante Central nicht zu empfehlen
Im Casa Surca können wir uns total breit machen, da niemand sonst da ist, endlich all unsere nassen Sachen aufhängen und die Schuhe ausstopfen. Wir hoffen auf weniger Regen!!!


Dienstag, 12. Juli 2016

Bachwanderungen


Im Rifugio Palu wurden wir gestern Abend mit reichhaltiger Suppe, den allerbesten Pizzocheris, Käse und Heidelbeerdessert verwöhnt. Kaum haben wir das Refugio verlassen treffen wir auf eine Alpwirtin inmitten von romantischen Rusticos, frei laufenden Hühnern und hübschem Gemüsegärtchen.

Alp mit Sofa
Danach beginnt es stark zu regnen. Liefen wir gestern wie tote Mäuse rum, waren es heute innert kurzer Zeit nasse Mäuse. Glücklicherweise regnete es aber nur so lange, bis unsere Socken noch nicht vollständig durchnässt waren.


Die Blumen waren nicht mehr ganz so vielfältig wegen den anwesenden Schneekanonen, der Wald umso verträumter mit den wunderbaren Flechten und die Mücken aber umso aggressiver. Dank Annettes Lavendelöl waren wir diesen Attacken nicht ganz so stark ausgesetzt.



Beim Lago de Moro konnten wir bei bester Aussicht unser Picknick geniessen und einen feinen Cappuccino geniessen. Und dann kam was kommen musste, der Regen prasste wieder in Strömen hinunter. Dies gab uns die Gelegenheit unser Italienisch mit dem sympathischen Wirtepaar mit Händen und Füssen zu erproben, und dies flüssig… Unser Hund wurde mit feinstem Salami und Brot verwöhnt und hielt somit die Stellung vor der Küche stoisch.

Als der Regen aufgehört hatte brachen wir wieder auf und vergnügten uns am Bachwandern mit verschiedensten Wasserhindernissen aufwärts zur Alpe Campagneda. In der romantischen Alpwirtschaft durften wir verschiedenste Käse degustieren. Weitere Hindernisse, wie Hochmoordurchquerungen und wacklige Brücken liessen uns die Wanderung nicht langweilig werden. Durch al die netten Menschen, schönen Ausblicke und vielen Abwechslungen hatten wir wieder einmal mehr viel länger als die Zeitangaben auf den Wegweisern. Als i-Pünktchen des Tages erreichten wir das Rifugio Christina auf der Alpe Prabello, wo emsiges Treiben herrscht um die ganze Alpwirtschaft wieder so herzustellen, wie es früher war. Wir sind bereits gespannt auf unsere Dorferkundung.