Samstag, 15. Juli 2017

Capanne Alpe Cava - Biasca

Zuversichtlich verlassen wir die Cabanna Cava am nahen See Efra.
Der Weg führt vorbei am beeindruckenden Forcarella di Lago 2236 m.ü.M.

Dann nach 2 Stunden Wanderzeit rasten wir bei einer schönen unbewirteten Hütte, die uns auch sehr zugesagt hätte, wenn unsere Beine uns noch getragen hätten.



Von dort ging es nach Biasca.Die fast 2000 Meter Abstieg auf rund 10 km gingen dann auch arg in die Knie. Leider waren auch hier die Zeitangaben stark untertrieben, denn wir benötigten beinahe die Doppelte Zeit. So wurde der Entscheid, die Tour hiermit bei der schönen Peterskirche  (Santi Pietro e Paolo) zu beenden für uns auch sehr klar.
Kirche St.Peter und Paul in Biasca

Zufrieden und stolz über so viele Erlebnisse und auch etliche Muskeln reicher durften wir die Reise mit einer fantastischen Fahrt beenden.

Freitag, 14. Juli 2017

Überwältigendes Panorama

Das wunderschöne Dörfchen Landarenca verlassen wir ganz früh, weil die heutige Etappe grösseres verspricht. In Piöv di Fuori spazieren die Hühner und ein Hase vergnügt auf der Alp herum. Wir bekommen dort sehr feinen Käse zum probieren.

Inspiriert vom sympathischen Paar geht es dann bergauf zum Pass Pianca Geneura. Unterwegs längs der Steinwüste sind wir beeindruckt von den vielen Blumen. Selbst Edelweiss bekommen wir zu Gesicht!
        

Der Übergang war sehr beeindruckend. Nach einem kleinen Abstieg brauen wir uns im Windschatten einen Kaffee zur Stärkung für was noch kommen sollte... Der Passo Mauro, erneut auf 2300 M. ü. M. war schlicht und ergreifend überwältigend.



Starker Wind begleitete uns über die nicht enden wollende Steinwüste bis zur Capanna Alpe Cava. Die einladende Hängematte war dann auch nicht lange leer, waren wir doch am Ende unserer Kräfte.


Spacedrum-Musik und ein feines Stew weckte unsere Lebensgeister wieder.
Nur mit der Nachtruhe ging es nicht ganz flott.

Donnerstag, 13. Juli 2017

Via Alpina ohne Hund

Auf der Terrasse bei Lucy schlief es sich wunderbar. Von ihrem feinen Kaffee verwöhnt genossen wir Porridge und wanderten gestärkt wieder los. Doch dann kam die Überraschung, mit der niemand gerechnet hatte.

Hailey, der Hund dieses Blogs, hinkte. und legte sich bei der erst besten Gelegenheit unter einen schattigen Baum, Sollte das Unterfangen hier enden?

Diverse Lösungen wurden durchdacht. Ich beschloss mit dem Hund heim zu kehren, da wir keine Lust auf eine Bergrettung hatten. Wartend auf das Postauto erreicht uns Karl's Mitteilung, dass er ihn abholen komme. Juhui, die Tour kann weitergehen!


Um den verlorenen Tag auf zu holen, lassen wir uns mit der Seilbahn nach Landarenca bringen, wo wir sehr positiv überrascht werden im alten Schulhaus.

Was für ein happy end dieses Tages...



Mittwoch, 12. Juli 2017

Härtetest ultimativ

Isola-Pian san Giaccomo
Dank mobilen GPS-Tracks, zahlreichen Steinmännchen fanden wir die Passhöhe des Baldiscio. Höhepunkt war zum Einen das herrliche Panorama und zum Andern die schwimmende Seeüberquerung des Lago di Piccolo auf 2300 m.ü.M.!

Vor der Schweizer Grenze begegnen wir einer wunderschönen Pferdeherde die wiederum vor Neugier strotzen.

Der Abstieg forderte seinen Tribut. Es war schon schwer die richtige Seite zu erwischen, aber auch der Richtige erwies sich nicht in der Schwierigkeitsstufe T2 sondern T4. Unterwegs begleitete uns eine riesige Herde Schafe und auch einzelne säumten den Pfad die nicht mehr blökten oder hinkten...


Der darauf folgende Wald wollte nicht mehr enden. Schliesslich kamen wir entsetzlich müde um 20 Uhr in Pian San Giaccomo unserem Etappenziel an.

Doch leider gab es da weder zu Essen noch ein wohliges Bett. Wir entschlossen uns, mit dem Postauto, in Mesocco unser Glück zu versuchen. Da auch dort alles geschlossen oder ausgebucht war, versuchten wir unsere Stimmung zu heben mit einer Pizza. Auf dem Weg zum Wald wurden wir, in der Dunkelheit, von einem Paar in ihrem Auto angesprochen und spontan zu sich eingeladen.
Das war unsere Rettung!

Dienstag, 11. Juli 2017

Nach dem Regen kommt die Sonne




Bei besten Wetterverhältnissen starten wir in die mächtige Bergwelt. Schöne Wege führen zum Stausee Monte Spluga.


Von dort wandern wir über einen Maultierpfad nach Mottaletta.


Im herrlichen Bergbach erfrischen wir uns von unserm schweisstreibenden Hobby.

Just bevor es zu regnen beginnt erreichen wir müde und sehr zufrieden darüber das Albergo Mangusta in Isola und freuen uns auf das Nachtessen.




Montag, 10. Juli 2017

Zurück zum Start



Innerferrera - Rifugio Bertacchi.

Der Wegweiser zum Parkplatz schien uns wenig verlockend und so schlugen wir den Wanderweg ein. Das erwies sich als ein fataler Fehler, waren wir doch ins falsche Tal gewandert!?



So kam es, dass wir uns drei Stunden später wieder auf dem Dorfplatz Innerferrera einfanden, diesmal gut eingelaufen...
Im Bergbaumuseum und bei einer Tasse selbst gebrautem Tee konnten wir unsere Kräfte für den richtigen Weg wieder sammeln.


Ein grosser Aufsteller war bei unserer ersten Rast drei wunderschöne, neugierige und zutrauliche Pferde. Obwohl wir ein Team zum Pferde stehlen sind, haben wir es, den Tieren zuliebe, trotzdem nicht gemacht.


Danach wurde es echt hart. der Regen begann zu nieseln und nicht lange später kämpften wir uns bergauf wie abgeduschte Hunde. Dampfend erreichten wir bei Donnergrollen das Rifugio Betracchi auf 2163 M.ü.Meer.





Der Esel für den Lebensmittelnachschub der
Hütte trifft etwas nach uns ein aus Isola.







Zum Glück brannte drinnen ein Feuer und konnten wir unsere nassen Sachen auf der Leine "Napoli-Style" entledigen. Herrlich gestärkt wurden wir durch eine deftige Suppe, Schnitzel, Polenta und gegrillten Auberginen, und ein Nusskuchen rundete den verdienten Schmaus ab.

Donnerstag, 14. Juli 2016

Pschiavo San Romerio


Unten See oben Schnee

Nach einem feinen puschlaver Frühstück verabschieden wir Brigitte auf dem Bahnhof.Sie wird am Berninapass mit viel Schnee empfangen..

Unser lange Aufstieg auf der R 76

verläuft nach kurzer Strasse auf wunderbar weichen Waldpfaden.
Zwischendurch werden wir belohnt mit einer sagenhaften Aussicht auf verschneite Berge und den Lago di Poschiavo.
Nicht immer fanden sich solch eindeutige Wegmarkierungen...
Nach anstrengenden vier Stunden erreichen wir die wunderschöne Kapelle San Romerino auf 1793 m.ü.M.

Sie ist eine der älteste Kirchen in Puschlav und wird in alten Schriften bereits 1055 erwähnt. Da sie am Rande einer Felswand steht, die 100 m senkrecht abfällt, ist verständlich, dass darum gebangt wird, rutscht die Erde doch auch dort in letzter Zeit an einigen Stellen ab


Auf der Terrasse des Restaurants wird man freundlich empfangen, das Personal ist innovativ und das Inventar sehr authentisch. Es gibt verschiedenste Spezialitäten zu verkosten, doch uns plagt nur der Durst.


Während dem wiederum sehr langen Abstieg gibt es viele Blumen und Schmetterlinge zu bewundern.



In Miralago ist es dann zu windig, um draussen zu übernachten, und reisen wir kurzentschlossen in unser Basecamp nach Posciavo zurück.

Hier empfängt uns Frau Battilana herzlichst und wir kochen uns die lange mitgetragene Suppe mit feinem poschiaver Ringbrot. Den Rucksack hätten wir heute somit wohl zu Hause lassen können, doch er ist uns schon fast wie angewachsen!?!

Es war eine coole Woche, mit vielen wunderbaren Bildern, tollen Freundschaften und ausgepowerten Beinen…